01.12.2020 - Nachhaltigkeit

Mund-Nase-Masken gehören nicht ins Altpapier

 

Lieber auf Nummer Sicher: Wohin gehören gebrauchte Mund-Nase-Masken?

 

Mund-Nase-Masken. Sie sind ein wichtiges Mittel, um die Pandemie einzudämmen. Sie finden sich überall – auch dort, wo sie nicht hingehören. Aber wohin damit, wenn sie entsorgt werden müssen?

Wie der Name schon sagt: Mund-Nase-Masken sollen tatsächlich Mund und Nase bedecken – nur so helfen sie, Ansteckungen zu verhindern. Das gilt für selbstgenähte Stoffmasken ebenso wie für die Masken aus der Drogerie oder Apotheke.

Stoffmasken können immer wieder verwendet werden, wenn sie richtig gewaschen werden (siehe Tipps unten). Die sogenannten Operations- oder medizinischen Masken, aber auch robustere Filter/FFP-Masken sind allerdings als Einmal-Masken gedacht. Nach dem Tragen, spätestens am Ende eines Tages, sollten sie entsorgt werden – und zwar richtig: nicht im Altpapier, sondern im Restmüll.

Das hat zwei gute Gründe: Einmal könnten die Masken durch Viren oder Keime verunreinigt sein. Damit sind sie zum Beispiel für die Menschen in der Altpapierverarbeitung ein Gesundheitsrisiko. Zum anderen enthalten viele dieser Masken Kunststofffasern. Gelangen sie ins Altpapier, erschweren und verteuern sie das Recycling ganz erheblich. 

Unsere Tipps für die Maskierung

  • Behandeln Sie eine Maske immer so, als wäre sie mit Viren verunreinigt.
  • Einmalmasken gehören in den Restmüll.
  • Stoffmasken kann man mit Maschine oder per Hand mit Vollwaschmittel sehr heiß waschen: mindestens bei 60 Grad, dann gut ausspülen und ganz trocknen lassen. Auch heiß und sehr ausgiebig bügeln vernichtet Viren; sauber wird die Maske so aber nicht.
  • Eine feuchte Maske transportiert Viren, ist unhygienisch und sollte sofort gewechselt werden. Ein britischer Forscher verglich eine feuchte Maske mit einem gebrauchten Taschentuch vor der Nase.*
  • Nicht geeignet, eine Maske frei von Viren zu bekommen, sind: Mikrowelle, Einfrieren, Desinfektionsmittel und UV-Lampen. Auch der Backofen ist eine teure, langwierige Lösung: Eine Maske ist wahrscheinlich erst nach 90 Minuten bei 90 Grad wieder virenfrei.**
  • Eine Maske ersetzt nicht den Mindestabstand (1,5 Meter), sondern ist eine zusätzliche Maßnahme, besonders wenn Abstandhalten schwierig ist.
 
*https://www.rtl.de/cms/masken-hygiene-feuchte-atemschutzmasken-sind-wie-benutzte-taschentuecher-4626816.html 

** www.quarks.de/gesundheit/was-man-ueber-schutzmasken-in-zeiten-von-corona-wissen-muss/