Warum WEPA jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht

 … und was er für WEPA bedeutet.

Nachhaltigkeit ist seit unserer Gründung 1948 fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Warum Transparenz für uns so wichtig ist, vor welche Herausforderungen uns der neue EU-Reportingstandard stellt und wie wir den Bericht für unsere tägliche Arbeit bei WEPA nutzen: Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer Nachhaltigkeitsarbeit mit Stefan Gräter, Director Group Sustainability.

Stefan, WEPA veröffentlicht aktuell jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht. Warum ist das so wichtig?

Stefan Gräter: Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und tief verankert in der DNA unseres europäischen Familienunternehmens. Der Bericht ist für uns weit mehr als eine Pflicht – er ist Ausdruck unserer Haltung. Wir wollen transparent gegenüber unseren Stakeholdern sein: Kundinnen und Kunden, Investoren, Partner sowie natürlich unseren Mitarbeitenden.

Gleichzeitig dokumentieren wir mit dem Bericht unsere Fortschritte, zeigen auf, wo wir stehen, und teilen Best-Practice-Beispiele, die andere inspirieren können. Der Bericht motiviert auch intern – er macht sichtbar, was wir gemeinsam bewegen. Und nicht zuletzt: Wir sehen uns als Vorreiter in Nachhaltigkeit in unserer Branche und nehmen unsere Verantwortung ernst. 

Welche Rolle spielt der Bericht für unsere Kundschaft?

Stefan Gräter: Eine große. Viele unserer Kunden, insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel, haben eigene Nachhaltigkeitsziele. Unsere Produkte, unsere Prozesse und unser Engagement helfen ihnen, diese zu erreichen. Der Bericht zeigt, wie wir als Lieferant konkret zur Zielerreichung beitragen können – mit belegbaren Zahlen, Strategien und Entwicklungen.

Und was ist der Mehrwert für Leserinnen und Leser, die sich nicht täglich mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen?

Stefan Gräter: Der Bericht gibt auf einen Blick Antworten auf drei zentrale Fragen: Warum ist Nachhaltigkeit bei WEPA so wichtig? Was tun wir konkret? Und wohin wollen wir?

Zahlen, Daten und Fakten sind kompakt und verständlich aufbereitet – wie eine zentrale Datenbank, in der sich alle relevanten Informationen schnell finden lassen. Das Wichtigste jedoch: Wir machen im Bericht Nachhaltigkeit bei WEPA verständlich und lebendig durch Geschichten, die visuell abwechslungsreich aufbereitet sind. Ergänzt durch Links für alle, die tiefer einsteigen wollen.

 

Nimm uns mit auf die Reise durch einen Nachhaltigkeitsbericht. Was macht einen guten Nachhaltigkeitsbericht für dich aus?

Stefan Gräter: Ganz klar: die Kombination von Daten und Emotionalität. Gute Geschichten sind wichtig, aber ohne belastbare Daten fehlt die glaubwürdige Grundlage. Nur Daten zu präsentieren, ohne zu  erklären, was diese in der Realität bedeuten oder welche Herausforderungen dahinter stecken, kommt beim Empfänger nicht an.  Bei WEPA können wir auf eine sehr gute Datenbasis zurückgreifen, unter anderem durch unsere Erfahrung seit dem ersten Bericht 2020 und wir können sie in emotionalen Geschichten und Bilder erklären.

Was war dieses Jahr besonders herausfordernd bei der Erstellung?

Stefan Gräter: Während wir bisher freiwillig über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten berichtet haben, wird ab 2028 der neue EU-Reportingstandard, die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), für uns verpflichtend. Wir bereiten uns bereits intensiv darauf vor, denn die Anforderungen verlangen eine wesentlich detailliertere Offenlegung mit deutlich mehr Datenpunkten. Der damit verbundene Mehraufwand zahlt sich jedoch aus – durch mehr Transparenz, die wir ausdrücklich begrüßen.

Eine konkrete Herausforderung war die doppelte Wesentlichkeitsanalyse. Sie verlangt nicht nur, dass wir gemeinsam mit all unseren Stakeholdern unsere Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft analysieren, sondern auch, wie sich diese Faktoren auf WEPA auswirken – also welche Chancen und Risiken diese für unser Unternehmen darstellen.

Wie seid ihr diese Herausforderung angegangen?  

Stefan Gräter: Wir haben intern viele verschiedene Bereiche eingebunden: von People & Culture über Legal & Compliance, Arbeitssicherheit, Einkauf, Supply Chain bis hin zum Energiemanagement.

Das Ergebnis: Ein Pool an Themen, die für unsere nachhaltige Transformation essenziell sind. Von Biodiversität über Gender Pay Gap bis Governance. Diese Themen müssen wir nun nicht nur mit Zahlen unterlegen, sondern auch qualitativ beschreiben.

So ein Nachhaltigkeitsbericht deckt alle Bereiche des Unternehmens ab. Wie groß ist das Team, das hinter dem Bericht steht?

Stefan Gräter: Die Hauptverantwortung liegt bei unserer Nachhaltigkeitsabteilung. Die Verantwortlichkeiten sind klar in folgende Aufgabenbereiche unterteilt:  

  • Erzählung und Gestaltung
  • Konformität der Berichterstattung nach CSRD
  • Sicherstellung der Daten und Fakten

In der Hochphase arbeiten bis zu vier Personen aktiv an der Erstellung, unterstützt durch moderne Software zur Datenverwaltung. Insgesamt sind aber rund 40 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Abteilungen involviert – alle tragen mit ihrer Expertise bei. 

 

Der Bericht ist jetzt veröffentlicht. Wie wird er im Alltag genutzt?

Stefan Gräter: Auf vielfältige Weise. Intern ist er eine wertvolle Datenquelle für alle, die mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Extern dient er als Visitenkarte und Inspiration – für unsere Kunden, für Partner, für Investoren und für gesellschaftliche Akteure. Zudem nutzen wir die Inhalte gezielt für unsere Kommunikation, von Social Media über Veranstaltungen bis hin zur direkten Kundenansprache.
 

Gibt es eine Zahl aus dem Bericht, die dich besonders beeindruckt hat und die jeder kennen sollte?

Stefan Gräter: Auf jeden Fall: 6.000 Mal. So oft könnten wir mit dem Toilettenpapierverbrauch der Deutschen den Äquator umwickeln. Das zeigt eindrucksvoll, wie wichtig Hygienepapier für unsere Gesellschaft ist – und gleichzeitig, wie groß unser Ressourcenbedarf ist.

 

Nach dem Report ist vor dem Report. Was steht 2025 an? Gibt es schon Pläne?

Stefan Gräter: Der Bericht 2024 war ein wichtiger Schritt, um uns auf den neuen Reportingstandard vorzubereiten. Inhaltlich wollen wir unsere Nachhaltigkeitsambitionen noch klarer erzählen. Etwa, warum Recyclingfasern der nachhaltigste Rohstoff für Hygienepapier sind. Außerdem wollen wir den Bericht noch internationaler gestalten, indem wir Geschichten und Beispiele aus allen 14 Standorten einfließen lassen. Und nicht zuletzt eine jährlich wiederkehrende Ambition: Unsere Geschwindigkeit erhöhen, um unseren Berichte künftig zum Ende des ersten Quartals eines Jahres vorzulegen. Hier sehen wir großes Potenzial. 

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