WEPAs Beitrag zur 
Elektrifizierung der Papierindustrie 

Die Papierindustrie zählt insgesamt zu den energieintensiven Branchen. Vor diesem Hintergrund hat sich WEPA ambitionierte Klimaziele gesetzt: Als Hersteller von Hygienepapier wollen wir bis 2040 klimaneutral produzieren. Grundlage dafür ist ein wissenschaftlich und wirtschaftlich fundierter Reduktionspfad im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi). Bereits bis 2030 sollen die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette um 52,5 Prozent sinken.

Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt WEPA eine klare Strategie: die schrittweise Elektrifizierung der energieintensivsten Produktionsprozesse – Standort für Standort, Prozess für Prozess.

Ein zentraler Meilenstein auf diesem Weg ist die erfolgreiche Bewilligung von zwei Projekten im Rahmen der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK). An den Standorten Müschede und Leuna erhält WEPA Fördermittel, um die Elektrifizierung und Effizienzsteigerung der Hygienepapiertrocknung umzusetzen, einem der energieintensivsten Schritte in der Hygienepapierherstellung.

Damit setzt WEPA nicht nur ein klares Signal für industrielle Dekarbonisierung, sondern schafft zwei Leuchtturmprojekte, die zeigen, wie klimaneutrale Hygienepapierproduktion in Europa gelingen kann.

Elektrifizierung als Grundpfeiler der WEPA Energiestrategie

Die Trocknung von Hygienepapier erfordert hohe Temperaturen und wurde bislang überwiegend mit Erdgas betrieben. Diese Prozesse zu elektrifizieren und konsequent auf erneuerbaren Strom umzustellen, ist einer der wirksamsten Hebel zur Senkung der CO₂‑Emissionen – und ein zentraler Baustein der WEPA Energiestrategie.

Im Rahmen der BIK‑Förderung werden in den kommenden Jahren zwei Papiermaschinen umfassend modernisiert:

 

Standort Arnsberg-Müschede

Standort Leuna

 

Zusammen reduzieren beide Projekte die Emissionen um über 11.000 Tonnen CO₂ jährlich – ein erheblicher Beitrag zur Erreichung der WEPA Klimaziele.

 

Warum Müschede und Leuna Modellcharakter haben:

Müschede – der Technologietreiber

In Müschede entsteht eine hybride Trocknungstechnologie, die sowohl gas- als auch strombasierte Wärme nutzen kann. Diese Flexibilität ist entscheidend für Produktionsprozesse mit variablem Feuchtigkeitsgehalt und hohem Anspruch an Laststeuerung.

Das System ermöglicht:

  • netzdienlichen Betrieb

  • die Integration schwankender Grünstromverfügbarkeit

  • eine deutliche Reduktion des Erdgasverbrauchs

  • die Skalierbarkeit auf weitere WEPA Standorte

Müschede wird damit zum Testfeld für zukunftsfähige, flexible Elektrifizierungslösungen in der Hygienepapierproduktion.


Leuna – moderne Effizienz auf Industriestandard

Der Standort Leuna zählt bereits heute zu den energieeffizientesten Produktionsstätten der europäischen Hygienepapierbranche. Mit der Elektrifizierung der Papiermaschine 10 geht WEPA hier den nächsten konsequenten Schritt:

  • vollelektrische Trocknung

  • weiter reduzierter Energiebedarf

  • hochmoderne Infrastruktur

  • optimaler Einsatz erneuerbarer Energien

Leuna zeigt, wie sich Effizienz, Elektrifizierung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit erfolgreich verbinden lassen.


Was die Projekte für WEPA bedeuten

Die Elektrifizierungsprojekte in Müschede und Leuna zahlen auf mehrere strategische Ziele ein:

  • geringere Abhängigkeit von fossilen Energien

  • höhere Resilienz gegenüber Energiemarktschwankungen

  • gesteigerte Energieeffizienz

  • ein deutlich reduzierter CO₂‑Fußabdruck der Produkte

  • Stärkung der Technologie‑ und Innovationsführerschaft von WEPA

Gemeinsam wirken beide Projekte als starke Treiber auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion bis 2040 – und als sichtbares Beispiel dafür, wie Transformation in der energieintensiven Industrie konkret umgesetzt werden kann.
 

- WEPA Gruppe, Public Affairs

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