17.12.2021 - Unternehmen

WEPA Stiftung unterstützt mit Monatshygieneartikeln ein Projekt der sozialen Nachhaltigkeit

Oftmals werden junge Frauen von der ersten Monatsblutung überrascht oder es fehlt ihnen das Geld für Periodenprodukte. Ein Pilotprojekt der Stadt Hamm soll nun einen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas Menstruation leisten – in Hamm gibt es daher nun kostenlos Tampons und Binden aus insgesamt 150 Automaten. Diese wurden an 46 Standorten, darunter weiterführenden Schulen und öffentlichen Einrichtungen installiert.

Nicht selten kommt es für Frauen und Mädchen zu Situationen, in denen sie akut Damenhygieneartikel benötigen. Der Rat der Stadt Hamm hatte daher im Frühjahr beschlossen, in öffentlichen Gebäuden Spender für kostenlose Tampons und Binden aufstellen zu lassen und dafür 20.000 Euro im Haushalt eingestellt.

„Die Automaten sollen Mädchen und Frauen in ihrem Alltag ganz konkret unterstützen und auf die Problematik der Periodenarmut aufmerksam machen“, erklärt Jule Pletschen, Initiatorin des Projekts und gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion.

Denn – mit Kosten von ca. 15 Euro pro Monat können sich nicht alle Mädchen und Frauen Menstruationsartikel wie Binden und Tampons leisten, sodass man auch von sozialen und psychischen Problemen in Folge der Periodenarmut spricht.

„Da das Thema Menstruation oft mit Scham belastet ist, bieten die Spender eine diskrete Lösung und regen gleichzeitig dazu an, darüber zu sprechen und somit zur Enttabuisierung beizutragen“, sagt Dr. Britta Obszerninks, Dezernentin für Bildung, Familie, Jugend und Soziales der Stadt Hamm.

Die WEPA Stiftung hat als Projektpartner die Automaten mit Menstruationsartikeln ausgestattet und außerdem Informationsplakate bereitgestellt.

„Wir unterstützen dieses Hygieneprojekt zur Enttabuisierung der Periodenarmut aus voller Überzeugung. Denn es sollte ein freier Zugang zu Hygieneartikel in öffentlichen Waschräumen gegeben sein. Dazu zählt für uns nicht nur Toilettenpapier sondern auch Damenhygieneprodukte. Damit stärken wir nicht nur ein sicheres Hygienegefühl, sondern auch die Selbstbestimmung von Frauen.“, sagte Ingmar Lohmann, Vorstandsmitglied der WEPA Stiftung.

Ausblick

In einer zweijährigen Pilotphase sollen Erfahrungen, Reaktionen und Kosten mit einer wissenschaftlichen Evaluation durch die SRH Hochschule Hamm ermittelt werden. Hamm bildet mit dem Pilotprojekt eine Ausnahme in Deutschland und möchte damit die Debatte anregen. In anderen Ländern wie Schottland ist die kostenlose Bereitstellung von Damenhygieneartikeln in öffentlichen Gebäuden zum Beispiel seit 2020 gesetzlich geregelt. Die WEPA Stiftung wird im Rahmen ihrer Arbeit auch im Jahr 2022 europaweit Hygieneprojekte fördern.

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